Dienstag, 19. März 2019

Cairns

Die letzten zwei Tage in Cairns nutzten wir dann eher zum Ausspannen, Luft holen und Revue passieren lassen der letzten Wochen.


Nach Cairns wählten wir die Route über die Atherton Tablelands. Ein Bergplateau, was viele Reiseführer empfehlen, zusammen mit einigen Wasserfällen


und dem im Regenwald gelegenen früheren Hippiedorf Kuranda. Die Begeisterung und Anpreisungen für all das, können wir nach unserem Besuch leider gar nicht teilen.
 Die Wasserfälle sind durchaus schön anzusehen,


liegen alle direkt an der Straße (sind also auch für Chinesische Touristenbusse ideal zu erreichen), bieten aber weder eine schöne Wanderung,


noch abenteuerliche Klettertour dorthin. Am interessantesten waren noch Schildkröten und Fische 


Das Wasser ist eher flach und trüb


mit sehr steinigem Untergrund (klar liegt in der Natur der Sache), wodurch die Bademöglichkeiten eher begrenzt sind.


Die Tablelands (warum haben wir eigentlich keine Fotos von denen?) sind eine starkt landwirtschaftlich geprägte Landschaft, also Wiesen und Acker (deshalb keine Bilder). Der ursprüngliche Regenwald läßt sich leider nur noch an den steilen Hängen zur Küste hin finden,


z.B. in und auf dem Weg nach Kuranda.
Eigentlich hatten wir noch eine Bergbahn- und Gondelfahrt durch und über den Regenwald nach Kuranda geplant.


Da wir aber schon bei unserer Anreise durch den Ort kamen, schreckte uns der Anblick trotz aller Lobpreisungen eher ab. Verkaufsladen neben Souvenirshop und Restaurant, eher quadratisch angeordnet, sodaß man die Besucherströme gut durchleiten kann. Zwei Zoos als Wildlifeparks und jede Menge Platz für Busse. Die Anfahrt mit Bahn und Gondel hätte über 200€ gekostet und nach Abzug der Zeit für die sicherlich wunderschönen Anfahrt, bleiben einem 2h für die Kleinstadt und 2h für irgendeine Tierattraktion...mehr Touristenfalle geht eigentlich nicht.
Cairns selber ist eine schön gelegene Stadt ohne Skyline und ohne Strand, anders als wir es aus Melbourne, Perth oder Sydney kennen. Sehr grün, umhüllt von den Bergen und am Meer gelegen


Da unser Campground


wieder soviele Aktivitäten für die Kinder bot


und es auch öfters mal tagsüber ordentlich schüttete,


ließen wir es also ruhig ausklingen.


Besuchten nochmal die Innenstadt und Promenade


mit ihren Wahrzeichen


rund um Hafen und Lagune.


Da uns in den Tablelands auch kein Baumkänguru 


begegnete (es wurde seit Wochen keins gesichtet)


versuchten wir unser Glück im Botanischen Garten


von Cairns


nochmal.


Dort suchten wir nach den Wallabies


und 


sagten schon mal auf wiedersehen.


Und nach einer kleinen Wanderung mit sehnsüchtigem Blick zurück


und dem was uns nun in den nächsten Stunden bevorstand


hieß es dann nach fast 7.000km (gerechnet hatten wir mit 4.000)


letzte Nacht im Campervan *schade*,


herzlichen Dank Australien


 für die wundervolle Zeit


und Bis Bali!


Sonntag, 17. März 2019

Wally

Vom Paronella Park war es nur noch ein Katzensprung zu unserer Endstation Cairns.
Zwei Tage verblieben uns noch und die Entscheidung, was wir in diesem Erkunden wollen viel alles andere als leicht. Aufgrund von Rudis früheren Erlebnissen am Äußeren Great Barrier Reef, wollte er uns diese am liebsten nochmal zeigen bevor das in den nächsten 20 Jahren vielleicht gänzlich seinen Glanz verliert. Da Jean und Jaenein (oder wie heißt die Frau gleich - wirklich, es brauchte 3 Anläufe von der Crew ihren Namen richtig zu schreiben) 


nun Schnorchel-erprobt waren, trauten wir uns 



auf einem Katamaran



weit nach draußen



zu einem Ponton am Moore-Reef. 


Der Seegang auf der Hinfahrt war eigentlich eher schwach, aber unser Ninja mußte lernen, wie wichtig ein ordentliches Frühstück und ausgiebiger Schlaf sein kann.



Jedenfalls wurde er ziemlich schnell blass um die Nase und hatte nicht mal mehr Appetit auf Eis oder Lutscher. Aber nach einem ausgiebigen Nickerchen, ging es dann wieder, ohne in die Tüte schauen zu müssen.



Coco hingegen war bei bester Laune



und unterhielt die Besatzung ringsum.



Am Riff angekommen nutzte Jenny gleich die Zeit für ihren ersten Tauchgang ins Meer...



und was sollen wir sagen, sie war hellauf begeistert.



Bisher war Schnorcheln für sie eher wie Skifahren😶 also mehr Kampf und Krampf denn Erlebnis.


Aber als Wally zu ihr kam,



in echt und blau türkis wie das Meer selbst, sah sie auf einmal durch eine rosa Brille. Ein Fisch, der fast so groß ist wie Jean und handzahm.



Und dann auch noch mit diesem Fisch zu schwimmen, ihn zu streicheln und in die Augen zu schauen war so atemberaubend. *SalzwasserPipiindenAugen*
Wally ist die Maori Brasse hier am Riff, die scheinbar gern unter Leuten ist.


Auch Coco bekam sie durch das Schaufenster zu Gesicht,



wie auch sonst sehr viel der Unterwasserwelt auf dem Ponton.



Und immer wenn sie die Mama im Wasser entdeckte, juchzte und winkte sie freudig.


Jean war während des Tauchgangs wieder von den Toten auferstanden und nach einer kleinen Stärkung am Buffet hieß es direkt rein in den Ninja-Anzug



und ab in die (zum Glück lauwarme)Tiefen des Ozeanes.



 Und für jemanden, der noch nicht richtig schwimme und selten zuvor geschnorchelt ist, war das doppelt aufregend.



Und deswegen ist JJ erst mit der Mama



eine Runde schnorcheln gegangen und sahen dabei auch eine Riesenschildkröte



 und danach noch eine Runde



 mit dem Papa.



und Wally immer mitten drin.



Solche Momente werden wir so schnell wohl nicht wieder erleben.
Für Coco war leider kein Anzug übrig außer mit den Beinen mal kurz im Wasser planschen, war nicht mehr Abkühlung möglich, aufgrund der Quallengefahr eben. Man hat also schon viele Möglichkeiten mit Babys und Kleinkindern, man muss sich nur trauen. Aber auch so gab es genug zu beobachten und erleben.



Rudi unternahm dann noch eine Schnorchelsafari mit Guide ins offene Meer,



sah einen Riffhai und mehrere Nemos und war dann nach 90min wieder froh, etwas anderes als Salzwasser trinken zu können.


 Währenddessen unternahmen Jenny & die Kids noch eine Tour im Glasbodenboot.


Der wunderschöne Tag



auf dem Meer



ging leider wie die gesamten zwei Monate



viel zu schnell vorüber