Donnerstag, 7. März 2019

Tin Can Bay

Da die Nacht auf Fraser Island ja schon sehr abenteuerlich war, schlief die Mädelsfraktion recht schnell ein.



Die Jungs tauchten erst nochmal ausgiebig in die Ninjawelt ab, nachdem sie alle Geckos in den Sanitäreinrichtungen begrüßt hatten.
In Tin Can Bay hieß es mal wieder den Wecker stellen,



damit wir rechtzeitig zu den Delphinen kommen. Diese kommen wohl meistens zwischen 7 und 8 Uhr in die Bucht. Genau hierher schwamm nämlich in den 50er Jahren ein verwundeter Delfin namens "Old Scarry" und wurde von den Fischern gesund gepflegt. Seitdem kehrte der Delfin bzw. nun die dritte Generation seiner Nachfahren immer wieder zu dem kleinen Strand zurück, meist zusammen mit ein oder zwei Weibchen. Der Rest der Schule, vor allem die Kleinen müssen draußen im offenen Meer bleiben. Da wir am Vorabend spät ankamen, mußten wir bis 8Uhr warten bis die Rezeption am Campground öffnete um zu bezahlen. Die Dame dort zerstörte allerdings schlagartig unsere Gute-Morgen-Laune als sie meinte, wir seien zu spät dran für die Delfine. Dazu kamen dann noch JJ's 5 Minuten, die auch relaxte Eltern recht schnell mal auf die Palme bringen können.
Egal, wir fuhren trotz der Unkenrufe zu der Stelle, wo man die Delphine nicht nur sehen, sondern auch füttern darf wenn man rechtzeitig da ist.



Und da wir wohl wirklich Glückskinder sind - nicht nur die Sonne hat es an diesem Morgen gut mit uns gemeint, auch Ebbe und Flut - sind wir genau zum richtigen Moment am Dolphin Point angekommen.



Für 20 AUS$ haben wir 4 Fische bekommen (nur einer pro Person und Tag ist erlaubt und max. 1kg pro Tag pro Delfin) und durften die zwei Delfine füttern, die heute später in die Bucht gekommen sind als gewöhnlich. 



Oh wie überglücklich wir waren, vor allem Jenny.



Nach der Fütter-Zeremonie waren die ca. 30 anderen Besucher auch alle wieder recht schnell weg, da Delfine nach der Fütterung nicht lange ausharren. Wir ließen uns allerdings erstmal an diesem netten Fleckchen ein lecker Frühstück schmecken. Heute mal Rührei mit Tomate, Schinken und Toast. Da es hierzulande keinen richtigen Latte Macchiato gibt - Jenny hat alles mögliche probiert - gibt es für uns als Wachmacher und für den Genießermoment "Cappuccino" :-)



Im Wasser war eine Ecke zum Spielen abgegrenzt. Ganz idyllisch mit einer Palme, die Schatten spendete, wo sich Jean nach der Stärkung ganz schnell hinverzog.



Unsere kleine Wasserratte wollte dann auch recht schnell dahin. Und so kam es, dass wir noch weitere 2h vor Ort blieben.



Und die Delfine verschwanden erstaunlicher Weise am heutigen Tag nicht,



sondern fühlten sich eher noch zu unseren Kindern hingezogen.



Es war kaum zu glauben, da kam dann auch ein Weibchen mit ihrem Jungen vorbei. 



Und kurze Zeit darauf auch das zweite Weibchen mit Baby.



Und so konnten wir alle sechs Delfine hautnah beobachten.



These are the moments



you can't put into



pictures and words.