Unser
Weg führte uns weiter zu alten Erinnerungen nach Phillip Island. Damals waren
wir hierhin mit der Fähre übergesetzt und zu Fuss auf der Halbinsel unterwegs.
Dieses Mal nahmen wir die Brücke
mit unserem Camper und schlugen unser Lager im
Camp "A Maze'n Things" auf.
Es liegt genau gegenüber vom Koala Conservation Center der Insel, wo kranke
Koalas der noch 50 auf der Insel wild lebenden aufgepeppelt werden.
Aber Koalas
hatten wir erst einmal genug gesehen, sodass es uns zu den Zwergpinguinen zog. Angepriesen wird es überall mit einer "Penguin Parade", die wir uns
am Abend mit unzähligen Asiaten anschauten. Auf dem Weg dahin ging es noch zum
Seal Rock, wo wir allerdings keine Robben zu Gesicht bekamen,
dafür allerlei
andere Kleintiere
und viiiieeeeeeeeel Landschaft.
Sowie einige brütende Pinguine.
Denen war man hier viel näher und ungestörter
(für beide Seiten) als bei der eigentlichen Pinguin-Parade, wie wir gleich enttäuscht feststellen sollten.
In Fussball-Stadion-Atmosphäre
saßen JJ & Rudi in der ersten Reihe im Sand, Coco & Jenny ganz oben,
wo man stets einen Überblick über Meer, Besucher
& weitere Tiere hat, z.B. neugierige Wallabys.
Nach Sonnenuntergang kehren
die kleinsten Pinguine der Welt vom Fische jagen an den Strand zurück, um ihre
Jungen zu versorgen. Man erwartet einen Pinguinschwarm, aber das war nicht der
Fall. Mal zwei, mal sechs, mal vier, mal ein einzelner tauchten am Strand auf
und watschelten durchs gleißende Flutlicht an Land und suchten ihren Bau. Da es
schon dunkel war, mußte man auch schon genau hinschauen, damit man die
Kleinen nicht mit den vielen ansässigen Möwen verwechselt. Den tausenden
Asiaten war das kleine Schauspiel schnell zu langweilig (man durfte keinerlei
Fotos oder Filmaufnahmen machen, was richtig ist, wenn es um Blitzlicht geht,
aber wenn es schon einen offiziellen Flutlicht- Empfang gibt und die Pinguine
kaum sichtbar in 50m Entfernung an einem vorbeiwatscheln, fragt man sich schon
was wohl mehr stört. In der Werbung wird es natürlich ganz anders dargestellt,
nämlich so.
Als dann wenigstens alle Chinesen weg waren und man ungestört allein
hätte beobachten können, wurde unfreundlich das Licht ausgeschaltet und man aus
dem Stadion vertrieben: Feierabend!
Etwas enttäuschend, aber wenigstens hatten wir die Hoffnung, dass das Eintrittsgeld hauptsächlich für einen guten Zweck, nämlich den Erhalt der Pinguin-Kolonie selbst eingesetzt wird.
Wobei Stadion und Empfangskomplex eine
riesige Baustelle war und sicher nicht verkleinert wird. Aber Chinesisches
Neujahr eben: wenn 1 Mrd. Touristen danach verlangen...
Nachts bekamen wir dann von den nächsten putzigen Tierchen Besuch, den Possums.
Sie kletterten ohne Scheu am Auto und den Bäumen ringsum und schnüffelten am
Moskitonetz entlang, während man auf der andere Seite mit Taschenlampe nach
draußen leuchtete, quasi Nase an Nase. Witziges Schauspiel und sehr viel naturnaher als die Pinguin-Parade und keine Angst: vollkommen ungefährlich
solange man nicht versucht sie zu streicheln (wie immer bei Wildtieren).
































