Dienstag, 5. Februar 2019

Chinesisches Neujahr

Nach unserer kleinen Van-Odyssey mußten wir uns erstmal mit unserem neuen Zuhause vertraut machen und alle Sachen auf wenig Raum etwas ordnen. Jenny brauchte nur 4 Tage für ihre Grundordnung, damit sie endlich mal das fand, was sie finden wollte...
Unsere nächste Station war der Bimbi-Park am Cape Otway Nationalpark. Dort waren wir vor 8 Jahren bereits und liebten diesen Ort weil es soviele Koalas auf den Bäumen gab. Allerdings ändert sich in der Zwischenzeit einiges und so gab es natürlich auch einige Überraschungen. Die Koala-Population war in der Vergangenheit leider so stark gewachsen, daß der halbe Eukalyptus-Wald abgestorben ist.



Koalas gibt es nach wie vor, aber man muss sie mittlerweile schon ganz genau suchen. Wenn man weiß, daß man dazu die Baumwipfel und vor allem Astgabeln absuchen muß, bekommt man natürlich immer noch viele zu sehen.





Soviele, daß JJ dem ganzen natürlich bald überdrüßig wurde.


Coco hingegen schien ganz froh, daß die Zeitgenossen weit oben in den Bäumen hingen und sich nicht bewegten. Ansonst waren ihr anfangs die Tiere noch nicht so einerlei. Aber das gab sich mit den Tagen.
Allen Reiseführern, Internet und Apps zum Trotz gibt es erstaunlicher Weise noch genug Weltreisende, die nicht wissen, in welchen Regionen besonders viele Koalas leben und zu sehen sind. So konnten wir fast allen ahnungslosen Caravan-Park-Nachbarn zeigen, wer leise, still und heimlich über ihnen in den Bäumen döst oder nachts aktiv grunst und klettert.


Ganz besonders unbedarft sind da chinesische Mitbürger. Laut schreiend, mit dem Auto hupend als sei man im Pekinger Stadtverkehr unterwegs und auch im Allgemeinen nicht gerade rücksichtsvoll, werden die Koalas nicht gerade ungestört beobachtet. Und wir mußten uns eingestehen, wenn 1 Mrd. Chinesen auf Reisen geht, sind alle anderen in der Minderheit. Australiens Tourismus hat sich jetzt zum Chinesischen Neujahr (Ende Januar, Anfang Februar) schon gut auf die Zielgruppe fokussiert und viele Touri-Attraktionen sind abgestimmt auf genau diese Gäste. Die Great-Ocean-Road war zweisprachig ausgeschildert, englisch und chinesisch und fast sämtliche Touristen-Pfade wurden von Menschenmassen überströmt. Vor 8 Jahren zur gleichen Zeit war es dagegen im Vergleich fast menschenleer. Jetzt flogen 5 Helikopter zeitgleich zum Rundflug über die 12 Apostel hinweg, im 10 min. Takt.



Die meisten der Sehenswürdigkeiten ließen wir deshalb aus (wobei wir sie natürlich vor 8 Jahren auch schon gesehen haben und die Kids noch nicht so ausladendes Interesse an Felsenformationen zeigen;-) und besannen uns auf die wenigen, die man nicht so einfach mit dem Bus ansteuern kann, sondern nur zu Fuß erreicht wie die Loch Ard George 



und die Gibson Steps.






Genug Steine, Sand und Wasser um auch hier einen Tag am Strand herumzubekommen. 



Aber die Welt dreht sich nun mal weiter, wie ein Leuchtturm auch


(Cape Otway Lighthouse),




und wir mußten zu Beginn unserer Reise feststellen: Früher war eben doch manches (nicht alles) besser - ohje, wir werden alt;-)


Gelbhaubenkakadu


Rosakakadu