Sonntag, 10. Februar 2019

Baby bei den Obstbauern


Unsere Reise ging weiter zum Lake Entrance und führte uns vorbei an zwei "fruit farms" bei denen wir spontan stoppten. Frisch gepflückte Blaubeeren und sowas von süß.



Mal wieder kein Vergleich zu dem, was wir (vor allem in Europa) im Supermarkt zu kaufen bekommen.


Bei der nächsten Farm war die Auswahl der Früchte sehr groß: peaches, plums, cherries, pears, apples.



Und wir durften uns vorher überall von der Reife der Früchte überzeugen.



Dabei kam Rudi mit dem Farmer in 3. Generation (Generation 4 und 5 führt aber das Geschäft schon) gut ins Gespräch und man hörte von diesem erfahrenen alten Mann schon, daß er sich Sorgen um einen Klimawandel macht. Er hat in 70 Jahren keine Sommer mit 40 Grad in der Region erlebt und jetzt gab es in den letzten beiden Jahren schon zwei davon. Er belächelte, wie ein fortschrittliches Land wie Australien so viel auf Kohlekraftwerke setzt, während jeder Privatmann irgendwie Solarstrom nutzt. Und gleichzeitig die Industrieproduktion mangels Strom heruntergefahren werden mußte, nicht weil zu wenig Kohle gefördert wird, sondern weil zuviel nach China verkauft wurde...da waren sie wieder die 1 Mrd. Chinesen;-)
Die Kiddies haben derweil fern der Weltpolitik im Auto Mittagsschlaf abgehalten



und sich hinterher gewundert, wo das ganze Obst herkommt.



 Jean und Coco haben von allem gekostet.



Und da so leckere Sachen dabei waren, hat sich die Coco 



bei der kleinsten Unachtsamtkeit auch noch Jeans Eierpflaume gemopst und wegschnurbst mit ihren zwei Zähnchen.
Der Obstbauer gab uns zudem noch den Tipp auf den Weg, einen kurzen Abstecher in den Ort Metung zu machen, einfach nur der Optik wegen. Es ist schönes kleines Örtchen,




mit vielen noblen Häuschen, wo wir kurzzeitig überlegten, ob wir bei "Kellermans" einkehren sollten,


um Johnny mit Baby beim Tanzen zu zuschauen.
Ein kurzer Blick in diverse Hotel-Buchungsportale zeigte uns allerdings, daß das gesamte Örtchen



deutlich außerhalb unseres Budgets lag. Aber man darf ja mal kurz träumen.




Also trugen wir unsere Melonen lieber selbst zum "See-Eingang" wo sich das Meer einen Eingang ins Land gesucht und riesengroße Seen gebildet hat.



Das  Meer war hier eh viel türkiser und der Strand heller.



Und die Zeit scheint hier ein wenig langsamer voranzuschreiten, oder zumindest entspannter.



Nicht das die Gebäude so aussahen, aber aller Orten (auf dem WC vom Campingplatz, in verschiedenen Läden und Cafés) spielten überall Radiosender Musik der 50/60er Jahre. So manch Café hatte den Charme dieser Zeit



und auf Aushängen war vom großen Roller-Derby zu lesen.



Niedlich aus der Zeit gefallen.



Überall war es einladend und gemütlich



und der kurze Wetterumschwung vom Koala-Walk war längst verflogen. Ein Spaziergang zum "Eingang" führte uns auf einer Sandhalbinsel




auf kleinen Pfaden,



an kleinen Stränden



sowie kleinen



und auch größeren Tierchen vorbei



zu ein paar Robben




und Delfinen. (Leider schwer festzuhalten mit der Kamera)





Auf dem Weg zeigten die leckeren Pflaumen von den Obstbauern vom Vortag bei Coco dann durchschlagende Wirkung, sodaß es erst einmal einer kurzen Dusche am Strand bedurfte



vor der Belohnung




Eine Kugel Eis kostet hierzulande übrigens durchschnittlich 3,50EUR, sodaß das wirklich etwas besonderes ist.